Der spanisch-chilenische Energie-Konzern Hidroaysen zieht sich wieder einmal den Unmut von Umweltschützern und Bewohnern zu. Die neuesten Projekte des Energieriesens sind besonders dazu angetan, die Wut der betroffenen Bevölkerung auf sich zu ziehen, weil sie das Potential haben, zwei der schönsten Flüsse Patagoniens nachhaltig zu beeinträchtigen: den Río Baker und den Río Pascua.
Am Río Baker sollen zwei Wasserkraftwerke entstehen, am Río Pascua drei. Nachdem der Hidroaysen schon in der Vorbereitungsphase heftiger Widerstand entgegengeschlagen war, hat die Gesellschaft das Projekt um 35% reduziert. Im Sommer 2008 begann die Evaluation des Umwelteinflusses der fünf Stauseen.
Der Widerstand wird getragen von einer breitgefächterten Gruppe von Interessierten: neben Umweltschützern und Ureinwohnern fürchten besonders auch die direkten Anwohner um ihr Land. Die Aktivisten beklagen, dass sich die Regierung praktisch immer auf die Seite der Energie-Konzerne schlüge. Fast 80 % der Bevölkerung ist gegen das Projekt, von der Regierung wird es nichtsdestotrotz vorangetrieben.
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