Es ist mal wieder so weit: alle paar Jahre wird Chile von giftigen Algen, die im Volksmund Marea roja, rote Flut, genannt wird, heimgesucht. Auch die Fische, Muscheln und Schnecken, die von den Algen fressen, sind dann giftig und für den Menschen gefährlich. Dieses Mal hat es die Insel Chiloé erwischt, alle Muscheln und Fische, die dort trotz des behördlichen Verbotes noch gefischt werden, müssen vernichtet werden. Gegen die verwantworlichen Fischer werden empfindliche Strafen verhängt werden, immerhin spielen sie mit der Gesundheit ihrer Kunden.

Den Namen Marea roja hat das Ereignis nach der Rotfärbung des Meerwassers, die durch die massenhafte Blüte der giftigen Alge zustande kommt. Weil Muscheln grosse Mengen Wasser filtern um an Nahrung zu kommen, nehmen sie die giftigen Algenblüten stärker auf als andere Organismen und reichern sie an. Der Verzehr von vergifteten Muscheln ist deshalb auch die Hauptgefahr für den Menschen – wenn Marea roja herrscht, sollte man auf keinen Fall auf eigene Faust losziehen und Muscheln suchen. Die Muscheln, die in den Verzehr gelangen, sollten streng kontrolliert sein, wenn Sie sich nicht sicher sind, bestellen Sie einfach etwas anderes!

Ob das Massensterben von 12.000 Pinguinen an der Küste südlich von Santiago mit der Marea roja in Verbindung zu bringen ist, versuchen Wissenschaftler noch herauszufinden.

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