Einige Szenen des neuen James Bond “A Quantum of Solace” mit Daniel Craig wurden in der Atacama-Wüste in der Gegend um Antofagasta gedreht. Dazu steckte die Crew die chilenischen Komparsen in bolivianische Tracht – der berühmteste Agent der Welt kämpft in seinem neuen Film nämlich in Bolivien gegen das Böse. Der Regisseur, der die Atacama von einer persönlichen Urlaubsreise kennt, empfand die verlassene Bahnstation Baquedano wohl als besonders typisch bolivianisch und plante die Dreharbeiten deshalb im Norden Chiles statt direkt in Bolivien zu drehen.
Nachdem das Verhältnis zwischen Chile und Bolivien auch 130 Jahre nach dem Salpeterkrieg, in dem Bolivien große Teile seines Territoriums und den Zugang zum Pazifik verlor, eher unterkühlt ist, machte er sich mit dieser Idee weder in Chile noch in Bolivien beliebt. Die Chilenen waren empört, dass sie im Film als Bolivianer auftreten sollten und der Bürgermeister von Baquedano war so erbost, dass er mit seinem Auto die Absperrung der Filmcrew durchbrach und die Dreharbeiten unterbrochen werden mussten. Trotzdem wurde der Film fristgerecht abgedreht und läuft dieser Tage auch in Europa an.
