Nach einem Bericht der Presse-Agentur Eco-News steht die Lachszucht in Chile vor dem Aus. Obwohl der Lachs in Chile nicht heimisch ist, findet er gute Lebensbedingungen (kaltes und damit Närhstoff- und Futterreiches Wasser) vor, was dazu geführt hat, das besonders im Süden Chile große Aquakulturen zur Lachszucht eingerichtet wurden.
Die Bewirtschaftung dieser Kulturen ist von Umweltschützern immer wieder kritisiert worden – die Tiere leben in drangvoller Enge und die daraus resultierenden Krankheiten werden mit dem massenhaften Einsatz von Medikamenten korrigiert.
Jetzt rächt sich diese Wirtschaftsweise offensichtlich: der Erreger der ISA (infectious salmon anemia), der bei den Lachsen eine Blutarmut auslöst, die dann letztendlich zum Tod der Tiere führt, hat gegen die handelsüblichen Antibiotika eine Resistenz entwickelt – ein weit verbreitetes Problem(nicht nur) in der Tierzucht. Zunächst konnten die Lachsfarmen einfach weiter nach Süden ausweichen, aber das Virus rückte nach. Dem Bericht der Presseagentur ECO-News zufolge sind fast 90% der Lachsbestände Chiles betroffen. Chile ist nach Norwegen der zweitgrößte Produzent von Lachs weltweit.
Man sollte halt besser nicht an dem Ast sägen, auf dem man sitzt…
Ein anderer Post zu diesem Thema: Die Lachszucht als Störfaktor
Foto: Stock.Xchng: BoostRyan
