Alle, die in Chile unter kundiger Anleitung Vögel beobachten (oder sonst die Flora und Fauna kennen lernen oder tolle Fotos machen) wollen, haben in Barbara Knapton in Putre und Ricardo Matus in Punta Arenas zwei empfehlenswerte Anlaufstellen.

Die Amerikanerin Barbara Knapton führt mit ihrer Agentur Birding Altoandino seit 15 Jahren Touristen durch den chilenischen Altiplano bis hinunter nach Iquique (15. und 1. Region). Ihr Spezialgebiet sind die Vögel des Altiplano und der nördlichen Atlantikkküste, auch über die Wildflora Nord -Chiles weiß sie bestens Bescheid. Alle, die sich gerne durch die Naturchutzgebiete Nord-Chiles (Lauca, Isluga, Las Vicuñas, Salar de Surire) führen lassen wollen, sollten sich mit Barbara Knapton unter altoandino@yahoo.com in Verbindung setzten – unbedingt vorher reservieren!

Eine empfehlenswerte Unterkunft in Putre ist die Terrace Lodge, ein kleines Hostal, das von einem italienischen Paar geführt wird und gemütliche Zimmer mit Heizung und Wifi und ein gutes Frühstück bietet.

In Punta Arenas führt der Chilene und Naturwissenschaftler Ricardo Matus (der fließend Englisch spricht) seine Kunden durch seien Heimatregion Magallanes. Sein Spezialgebiet sind die Vögel, aber er bietet auch Touren zur Wal- und Delfinbeobachtung an. Weitere Informationen zu seinen Programmen gibt es auf seiner Seite NaturaPatagonia.

Zwei empfehlenswerte Unterkünfte in Punta Arenas:

Das Hostal Keoken hat sehr saubere Zimmer mit und ohne eigenem Bad, man kann die Küche der Besitzer mit benutzen, die Besitzer helfen gerne weiter bei der Tourenplanung und bei allen sonstigen Fragen (sie sprechen allerdings nur Spanisch).

Das ist anders im Hospedaje Magallanes, die Besitzer sind ein Chilenisch-deutsches Paar. Das Frühstück ist üppig, es gibt Wifi und ein Grillplatz im Garten.

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admin on August 19th, 2010

Eine nützliche Ressource für alle, die in Chile auf eigene Faust fischen gehen wollen, ist die Seite der staatlichen Fischereibehörde Sernap. Es gibt ein paar generelle Erklärungen zur Frisch- und Salzwasserfischerei auf Englisch, Angaben darüber, welche Arten man fischen kann und welches Equipment man braucht.

Eine Auflistung aller Bezugsstellen für die Fischereierlaubnis gibt es hier. Man kann seine Fischereierlaubnis aus online im Voraus erwerben, allerdings muss man dazu erst einen Account erstellen. Das  Formular ist zumindest in Teilen auf Englisch :-)

Foto: Stock.xchng: mvipond

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Wie sieht es in Chile fast fünf Monate nach dem verheerenden Erdbeben aus, das die Region um Concepción am 27. Februar 2010 erschüttert hat? Auch wenn das Auswärtige Amt immer noch von Reisen in die Erdbeben-Region ab rät, ist dort inzwischen anscheinend viel passiert.

Nach Angaben der örtlichen Fremdenverkehrsämter sind größere Verbindungsstraßen repariert und wieder in Betrieb. Das gilt natürlich besonders für die Ruta 5. Auch die Krankenhäuser funktionieren ohne Probleme, entweder sind sie schon wieder in Stand gesetzt oder in Ausweichunterkünften untergebracht.

In Temuco gab es einige Schäden, die aber inzwischen nach Angaben der Stadtverwaltung weitgehend behoben worden sind. Krankenhäuser etc. funktionieren, auch die Zugangsstraßen sind instand gesetzt. Hotels, die bei dem Beben beschädigt worden waren, sind wieder repariert.

In Concepcion wurde vor wenigen Tagen die Kathedrale, die bei dem Erbeben beschädigt worden war, wieder für das Publikum geöffnet.

Die Zugangsstraße 160 nach Lota, die schwer beschädigt worden war, funktioniert inzwischen wieder. Auch der Parque de Lota und die Mina de Carbon (Chiflon del Diablo), die beiden wichtigsten touristischen Attraktionen der Stadt, waren bei dem Beben stark in Mitleidenschaft gezogen worden, werden aber nach Angaben des Bürgermeisteramts im September 2010 wieder eröffnet.

In Talca wurde der historische Stadtkern und die Plaza de Armas schwer beschädigt. Hotels und Straßen sind weitgehend wieder instand gesetzt, das Hospital wurde in ein von der italienischen Regierung spendiertes Spezial-Zelt ausgelagert, so lange bis das neue Krankenhaus fertiggestellt ist. Fotos von den Auswirkungen des Erdbebens in Talca hier.

An der Zentral-Chilenischen Küste sind die Auswirkungen des Erdbebens teilweise auch für Laien gut zu erkennen: in weiten Teilen hat sich die Küste um mehrere Meter gehoben. Der Spiegel hat einen interessanten Artikel mit einer anschaulichen Fotostrecke zum Thema

Der Tsunami, der durch das Erdbeben am Meeresgrund ausgelöst wurde, hatte auch Auswirkungen auf die marine Flora und Fauna, wie jetzt Biologen von der Universidad Catolica in Santiago feststellten. Ein Hauptgrund für die Beeinträchtigungen des marinen Lebens ist die Anhebung eines ganzen Küstengebiets um bis zu 3,4 m. Durch diese Anhebung sind die Samen einer Algenart, die am Anfang der Nahrungskette steht, der Sonne ausgesetzt worden und haben sich dadurch sehr schnell entwickelt und dann abgestorben. Durch das Fehlen dieser Algen sind vor allem die Muscheln und Seeigel betroffen, die in dieser Region auch wirtschaftlich genutzt werden. Dazu kommt, dass das Habitat dieser Tiere durch die Anhebung des Landes kurzfristig einfach verschwunden ist. Die Biologen schätzen, dass es drei bis vier Jahre dauern wird, bis sich der Meeresboden wieder soweit regeneriert hat, das sich die Population der wieder erholt hat.

Offensichtlich haben die Menschen in Chile immer noch Angst: der Verkauf von Antidepressiva ist in Chile direkt nach dem Beben um 30 % gestiegen und auch jetzt, fünf Monate später werden immer noch viel mehr stimmungsaufhellende Medikamente verkauft als vor dem Erdstoß.

Das Auswärtige Amt rät immer noch von touristischen Reisen in das Kerngebiet des Erbebens ab, einerseits, weil die Infrastruktur immer noch nicht komplett wieder instand gesetzt ist, andererseits weil es bis zu einem Jahr nach dem Beben zu Nachbeben kommen kann.

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Hier ist ein Video von der totalen Sonnenfinsternis, die am 11. Juli 2010 in Patagonien und auf der Osterinsel zu beobachten war:

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Der neue chilenische Präsident Sebastián Piñera hat 2005 im Süden der Insel Chiloé mehr als 1000 Quadratkilometer fast jungfräuliche Wildnis gekauft und sie zum Naturschutzgebiet gemacht. Der Parque Tantauco, der nur per Boot von Quellón aus zugänglich ist, umfasst das südwestliche Ende von Chiloé und ist inzwischen durch ein 150 km langes Netz von Wanderwegen erschlossen. Alle sechs Stunden findet man ein Refugio, junge Leute aus der Gegend arbeiten als Wanderführer.

Der Vorbesitzer dieses Filetstücks Chiloés war Jeremiah Henderson, ein Unternehmer der Holzbranche aus den USA, der die Wälder dort bewirtschaften wollte. Als er merkte, dass es auch in Chile inzwischen über eine strengere Gesetzgebung zum Naturschutz gibt und außerdem der Untergrund des Landes, das er gekauft hatte, in weiten Teilen sumpfig war, was eine rationelle Ausbeutung des Waldes praktisch unmöglich macht, hatte er den Kaufpreis schon bezahlt.

Sein Engagement im Süden Chiloés stellte sich als Fehlinvestition heraus, und so warf er das Land wieder auf den Markt. Den Milliardär Sebastián Piñera dürften sie sechs Millionen Dollar, die er für den Südzipfel Chiloés bezahlte, nicht allzu sehr geschmerzt haben. Er machte aus dem Park ein grünes Vorzeigeprojekt, das kam im Wahlkampf gut an. Außer Frage aber steht, dass er dem Naturschutz mit der Einrichtung des Parks einen großen Dienst erwiesen hat – und die wirtschaftlich gebeutelte Insel Chiloé hat einen Anziehungspunkt mehr.

Wer mehr Informationen zum Parque Tantauco sucht (und Spanisch spricht), kann die umfangreiche offizielle Seite des Parks besuchen: www.parquetantauco.cl

In der Zeit ist ein lesenswerter Artikel zum Parque Tatauco erschienen: Der große Garten des Präsidenten

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Bisher war in Chile der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen nur für den Export erlaubt. Der neue Landwirtschaftsminister, José Antonio Galilea, sieht darin eine Benachteiligung des chilenischen Landwirtschaftssektors gegenüber anderen lateinamerikanischen Ländern und den USA und will gentechnisch veränderte Pflanzen auch für den Konsum im eigenen Land zulassen.

Im Moment arbeiten chilenische Wissenschaftler an einer Pfirsichsorte, deren Haltbarkeit mittels Gentechnik gegenüber konventionellen Sorten erheblich verlängert sein soll.

Foto: Stock.xchng: Gergerger7

admin on April 18th, 2010

Hier ein Bericht aus Talca und Constitución, einer der Orte, der vom Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami am 27. Februar am heftigsten betroffen waren: Chile – 1 Monat nach dem Erdbeben. Immer noch Trümmer so weit das Auge reicht, aber die Chilenen scheinen sich nicht unterkriegen zu lassen!

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admin on April 16th, 2010

Welche Regionen in Chile sind am schwersten vom Erdbeben betroffen?

- die Region Valparaiso

- die Region Metropolitana (mit Santiago, wobei die Haupstadt Santiago bei den Arbeiten zum Wiederaufbau bevorzugt wird)

- die Region O´Higgins mit Rancagua, Pichilemu und San Fernando

- die Region Maule mit Talca, Curico, Caucenes und Linares

- die Region Bio Bio mit Concepcion, Chillan und Lebu

- und die Region Araucaria mit Temuco und Angol

Das Epizentrum des Bebens lag rund 100 km nordöstlich der Stadt Concepcion im Pazifik. Dementsprechend wurde auch die Gegend um Concepcion am schwersten getroffen.

admin on April 15th, 2010

Ich bin heute auf einen interessanten Artikel über ein Praktikum in Chile gestoßen, für alle, die sich auch für einen Bericht über Chile aus einer anderen Perspektive interessieren, hier der Link: PJ im Ausland: Das kam mir gar  nicht Spanisch vor

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admin on April 12th, 2010

Wer sich weiter zum Thema “Erbeben in Chile” informieren möchte, kanndas auf der (natürlich englischsprachigen) Seite des US Geological Survey tun. Es gibt eine ganze Reihe interessanter Links, unter anderem auf Seiten chilenischer Universitäten, eine Liste aller wichtigen Erdbeben in den letzten fünfhundert Jahren, eine Karte, die die Erdbebengefahr darstellt und geologische Informationen.

Wie sieht es derweil in Chile 40 Tage nach dem Erdbeben vom 27. Februar aus? Immer noch sind nicht alle Vermissten gefunden. Die offizielle Zahl der Toten wurde in den letzten Tagen auf 486 nach oben korrigiert. Rund 3000 Schulen sind so schwer beschädigt, dass der Unterricht nach den Schulferien noch nicht wieder aufgenommen werden konnte. Viele Menschen in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten werden im angehenden Winter auf staatliche Hilfe angewiesen sein und auch der Rest des Landes leidet unter den wirtschaftlichen Nachwirkungen des Bebens. Besonders die Tourismusinustrie ist hart geschlagen und das, obwohl die touristisch relevanten Gebiete nicht betroffen sind.

Spenden für Chile kann man hier: Aktion Deutschland hilft

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